[Off Topic] 3 (Achtsamkeits-) Apps, die ich in letzter Zeit entdeckt und geliebt habe


IMG_0085.JPG

Seit ein paar Monaten bin ich auf einem Achtsamkeit-Trip. Okay, das war ich auch schon vorher, aber irgendwie immer nur so oberflächlich, ich habe in der Flow darüber gelesen, auf Twitter und Instagram darüber gelesen, aber selber eigentlich nicht viel gemacht, um tatsächlich achtsamer zu leben. In den letzten Wochen aber hatte ich öfter mal ein inneres Unwohlsein, hab mich unzufrieden mit der Welt, vor allem aber mit mir selbst gefühlt und wollte irgendwas ändern. Daher habe ich mich intensiver damit auseinandergesetzt, was es bedeutet wirklich im Moment zu leben, sich nicht von vergangenen Peinlichkeiten oder zukünftigen Aussichtslosigkeiten auffressen zu lassen und alles einfach etwas zu endschleunigen, den Stress herauszunehmen, den man sich oftmals selber aufbürdet. Als blutige Anfängerin war mir allerdings gleich klar, dass ich mein inneres Gleichgewicht sicher nicht dadurch finden würde, indem ich über eine Blumenwiese hüpfe oder Purzelbäume im Sommerregen drehe. Deswegen habe ich mich mal wieder in den App Store gewagt (den ich sonst wirklich n i e benutze) und bin auf einige Apps gestoßen, die meinen Alltag seither bereichern.

Headspace

Eine meiner liebsten Apps ist Headspace geworden. Ich war nie ein Freund von Meditation, irgendwie habe ich mir das immer so vorgestellt, dass man auf einem weichen Kissen sitzt, die Beine überkreuzt, Räucherstäbchen sind angezündet und man muss sich mindestens eine halbe Stunde nehmen, um überhaupt auch nur mal ansatzweise innere Ruhe zu finden. Dabei ist das so Quatsch, was ich aber erst begriffen habe, nachdem ich diesen Podcast von DariaDaria gehört habe. Im Anschluss daran hatte ich direkt so große Lust, es doch nochmal auszuprobieren und habe mir deswegen einige Apps heruntergeladen um eben zu meditieren. Headspace ist auf Englisch, wer lieber auf Deutsch meditieren möchte, dem kann ich 7mind ans Herz legen, mit der ich ebenfalls hin und wieder zur Ruhe komme.

Was mir am Meditieren besonders gefällt ist, dass man wirklich immer Zeit dafür finden kann. Ich meditiere meistens abends, weil ich dann am meisten nachdenke und innerlich besonders angespannt bin, außerdem hilft es mir manchmal auch dabei, besser einzuschlafen. Oft nehme ich mir aber auch mitten am Tag einfach eine oder zwei Minuten, mache die Augen zu und höre nur auf meinen Atem, gehe durch meinen Körper, schmeiße Seelenmüll in den Abfalleimer. In der App gibt es außerdem Meditationen für jede mögliche Lebenslage – von denen habe ich bisher zwar noch nichts ausprobiert, werde es aber ganz sicher schon bald tun, besonders „Mindful Eating“ hat es mir angetan. Die App an sich ist kostenfrei, einige der Zusatzpakete können aber nur gegen Geld freigeschaltet werden.

Moment

Bildschirmfoto 2018-08-25 um 11.19.26

Ich hab ja neulich schon gejammert, dass ich viel zu viel Zeit an meinem Handy verbringe und mich viel zu leicht davon ablenken und dazu verleiten lasse, Stunden daran zu verbringen. Seit einiger Zeit tracke ich daher die Zeit, die ich wirklich am Handy verbringe (was derzeit erschreckend viel ist) und auch, wie oft ich das Handy nur hochnehme (was derzeit noch erschreckender ist). Das ist eigentlich schon alles, was die App kann und macht, aber für mich ist es dennoch unglaublich interessant nachzuvollziehen, wann und wie lange ich denn wirklich am Handy bin (und mich dann zu fragen, ob das wirklich unbedingt nötig ist, wo ich reduzieren kann etc.) Ein bisschen hilft mir auch die Forest App  dabei, meine Screentime zu reduzieren, aber die Fakten nochmal schwarz auf weiß zu sehen hilft mir enorm dabei, wirklich ein Bewusstsein für dieses Problem zu schaffen – denn für mich sehe ich es ehrlich gesagt schon als Problem, dass ich täglich 3-5 Stunden nur am Smartphone hänge. Mein Ziel ist es, diese Zeit auf höchstens zwei Stunden am Tag zu reduzieren – ich hoffe, dass ich das hinkriege.

Time Tree

Bildschirmfoto 2018-08-25 um 11.13.03

Time Tree hat nicht direkt etwas mit Achtsamkeit zu tun, aber ist im Moment dennoch eine meiner absoluten Lieblingsapps, wenn es ums Organisieren, Planen und Termine koordinieren geht. Im Prinzip handelt es sich dabei um einen stinknormalen Kalender – nur, dass du ihn nicht alleine benutzen kannst, sondern Leute dazu einladen kannst (was für mich der Himmel auf Erden ist, da ich nun nicht nur meine eigenen Termine auf dem Schirm habe, sondern auch die meines Freundes) und man kann die App außerdem auch am PC aufrufen, was ebenfalls super praktisch ist. Plus man kann seine eigenen Farbcodes entwickeln, was ich super finde, da ich ein relativ visueller Mensch bin und sehr gerne mit Farben arbeite. Normalerweise bin ich bei Kalendern eher der analoge Typ, aber irgendwie habe ich in letzter Zeit meine Gewissenhaftigkeit verloren und da ich mein Handy 24/7 dabei habe, meinen Kalender aber leider nicht, ist das für mich eine super Ergänzung und ich führe sozusagen beide parallel.


Welche Apps habt ihr in letzter Zeit so für euch entdeckt? Und seid ihr eher der Typ, der einen anlogen Kalender braucht oder organisiert ihr eure Termine inzwischen auch am Handy? Und habt ihr schon mal meditiert? 

8 Kommentare zu „[Off Topic] 3 (Achtsamkeits-) Apps, die ich in letzter Zeit entdeckt und geliebt habe

Gib deinen ab

  1. Ich möchte mich auch mal etwas mehr der Achtsamkeit widmen, denn die Umsetzung ist immer ein bisschen schwieriger als nur darüber zu lesen. Ironischerweise mache ich gerade drei Dinge gleichzeitig, während ich diesen Kommentar schreibe und bin damit nicht unbedingt auf dem richtigen Weg, Dinge mit vollem Bewusstsein zu machen :D
    Headspace habe ich mir vor ein paar Tagen auch runtergeladen und versuche jetzt, jeden Morgen direkt nach dem Aufstehen eine kurze Meditation zu machen. Vor dem Einschlafen könnte das aber auch sinnvoll sein, vielleicht probiere ich das auch mal aus. Ich finde es auch super, dass das schon ab 3 Minuten möglich ist.
    Eine App zum Zeit am Handy überwachen werde ich mir auch mal runterladen, auch wenn ich Angst vor dem Ergebnis habe :D

    1. Liebe Jacquy, ach, das ist ja schön, dass du das Meditieren auch für dich entdeckt hast! Ich finde von Tag zu Tag größeren Gefallen daran und bin meistens echt traurig, wenn die Einheit schon wieder vorbei ist, haha. Sonst bin ich aber leider auch eher ein Mensch, der am liebsten zehn Dinge gleichzeitig tun möchte – ich arbeite aber daran. :D

  2. Wie schön, dass du das Meditieren für dich entdeckt hast! Ich hoffe es hilft dir :) Ich mag Headspace auch sehr gerne, ich glaube aber man muss für so ziemlich alle Zusatzpakete bezahlen oder? Da ist höchstens mal die erste Session umsonst, das nervt mich ein bisschen, weil man die Pakete nicht einzeln kaufen kann, sondern ein Abo abschließen muss und das ist mir bisher ein bisschen zu teuer. Mir wird die Basic-Meditation aber auch langsam zu langweilig ;D

  3. Liebe Liesa,

    danke für den Tipp mit Headspace. Ich bin zwar ein riesiger Yoga/Meditation Fan aber so eine App kann das ganze noch einmal unterstützen.

    Um fokussiert zu bleiben, nehme ich sehr gerne die Forest App. Damit wird man auch am ans Handy gehen gehindert, pflanzt sich einen tollen Garten und kann ab und an in Events auch noch im Naturschutz aktiv werden.

    Liebe Grüße
    Jule

  4. Die Forest App kenne ich auch, war aber schnell wieder von ihr weg, weil es mich irgendwie frustriert hat, dass man die besonders hübschen Bäumchen kaufen muss. Zumindest habe ich es so in Erinnerung …
    Aber was Apps zur Organisation angeht, bin ich voll dabei :) Bspw. die Google App „Notizen“ . Ganz einfaches aber wirkungsvolles Prinzip, oder auch Evernote – beide Tools kann man sowohl in der App als auch am PC nutzen. Benutze ich bespw. für Todolisten und Blog-Organisation. Was ich nicht nutze, aber zu Selbstorganisation gut helfen kann ist auch Trello – das kennt man evtl wenn man sich schon mal mit Projektmanagement auseinandersetzen mussten. Es ist eine Art Board wo man seine Aufgaben beispielsweise zwischen „erledigt“, „noch zutun“, „geplant“ etc. hin- und herbewegen kann. Leider sorge solche Apps natürlich auch manchmal für das was du nicht erreichen willst – noch mehr am Handy zu hängen.

Mit der Nutzung dieses Formulars erklärst du dich mit der Speicherung und Verarbeitung deiner Daten durch diese Website einverstanden.

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

WordPress.com.

Nach oben ↑

%d Bloggern gefällt das: