[Lesemonat] September & Oktober


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„Die Wahrheit über das Lügen“, Benedict Wells: In zehn Kurzgeschichten nimmt Benedict Wells uns mit in realitätsnahe aber auch durchaus skurrile Situationen, die einfühlsam sowohl von jungen als auch von alten Menschen erzählen. Dabei stellt er abermals unter Beweis, wie grandios er mit Worten umgehen kann, wie treffsicher er beschreibt und Geschichten erzählt, die ans Herz gehen und im Kopf bleiben. Einige wenige waren mir ehrlich gesagt doch etwas zu unoriginell, im Großen und Ganzen ist diese Sammlung allerdings ein wunderbares Potpourri an vielfältigen Kurzgeschichten. Wer mehr wissen möchte, sollte meine Rezension zu dem Buch lesen – oder es einfach kaufen und selbst lesen.genialokal-logo_id10571

„Bestseller“, Beka Adamaschwili: Das diesjährige Gastland der Frankfurter Buchmesse war Georgien, und ich wollte wenigstens ein Buch aus diesem Land lesen. Meine Wahl fiel auf „Bestseller“ und während der Einstieg mir noch ziemlich gut gefiel, quälte ich mich doch schnell durch das eigentlich sehr dünne Büchlein. Zu viele (unnötige) Fußnoten, zu viele (flache) Witze – für mich driftete es leider viel zu schnell ins Lächerliche ab und ich konnte die Story einfach nicht mehr ernst nehmen. Das ist aber glaube ich auch nur meine Ansicht von Humor, denn bisher hörte ich sonst eher positive Dinge zu dem Buch – vor allem die literarischen Anspielungen, die mir so auf den Wecker gingen, wurden von anderen als sehr charmant und komisch aufgefasst.

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„Lästige Liebe“, Elena Ferrante: Wer Elena Ferrante noch nicht kennt, ist inzwischen selbst Schuld. Kaum eine Autorin hat es meiner Meinung nach so drauf, Familiendynamiken zu beschreiben und einem das Italien der Vergangenheit schmackhaft zu machen. „Lästige Liebe“ ist ihr Debütroman aus den 90ern, der seit September in neuer Übersetzung vorliegt und ganz klar unter Beweis stellt, dass sie schon direkt zu ihren Anfängen eine talentierte italienische Stimme war. Auch wenn einiges an dem Roman für mich etwas zu rudimentär war – wenn man das denn so sagen kann – ist dieses Buch für alle Ferrante-Fans ein Muss. In meiner Rezension habe ich näher ausgeführt, was mir gut und was nicht so gut gefiel.

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„The Peculiar Incident on Shady Street“, Lindsay Currie: Ich lese eigentlich nie Middle Grade, aber ich hatte Anfang des Monats eine wirklich schreckliche Flaute und daher wollte ich mal wieder etwas völlig anderes lesen und griff nach diesem Buch – eine witzige, gruselige und auch schöne Geschichte über ein unheimliches Geisterhaus, neue Freundschaften und eine Familie, die woanders neu beginnt. Ich hab die Lektüre wirklich sehr genossen, kann aber so viel darüber auch gar nicht sagen – es war einfach ein perfektes Buch für Zwischendurch.

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„Die Schwestern von Applecote Manor“, Eve Chase: Ein altes Anwesen, in dem sich schreckliche Dinge zugetragen haben, steht auch in diesem Roman von Eve Chase im Mittelpunkt, dazu kommen vier Schwestern, ein verschwundenes Mädchen und ein Mord – wenn das mal keine gute Kombination ist, oder? Parallel zu dieser Geschichte, die in der Vergangenheit spielt, gibt es auch einen Erzählstrang in der Gegenwart, der leider nicht ganz so fulminant ist und oftmals etwas überflüssig wirkt. In meiner Rezension habe ich etwas ausführlicher darüber berichtet, was mir daran besonders gut gefiel (und was nicht).

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Welche Bücher habt ihr zuletzt gelesen und was war das größte Highlight? Und wie geht ihr vor, wenn ihr ein Lesetief habt? Macht ihr es wie ich und lest aus einem komplett anderen Genre oder eines eurer Lieblingsbücher? (Und ja, ich weiß, wenn man ein Lesetief hat kann man das auch einfach hinnehmen, man muss nichts erzwingen, Lesen soll Spaß machen usw. Das ist mir auch bewusst und ich kann nicht oft genug sagen, dass das bei mir NIE das Problem ist – ich habe viel eher das Problem, dass ich eigentlich große Lust habe zu lesen, aber mich nicht dazu aufraffen kann, ein Buch in die Hand zu nehmen. Das ist etwas ganz anderes und das meine ich, wenn ich von Lesetief/Leseflaute spreche.)

9 Kommentare zu „[Lesemonat] September & Oktober

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  1. Mein ganzer Oktober war voller Buch-Highlights, was ich echt erstaunlich und großartig finde! :D Aber wenn ich mich entscheiden müsste, dann wäre Alan Bradleys ‚Flavia De Luce‘ mein Oktoberliebling.
    Bei einem klassischen Lesetief tigere ich gefühlt stundenlang vor meinem Bücherregal herum und überlege, auf welches Genre ich richtig Lust hätte – oder welche Art von Geschichte mir Spaß machen würde. Manchmal hilft auch ein Hörbuch oder ein Hörspiel. Oder man liest ein Buch, das man in der Vergangenheit schon einmal gelesen hat und von dem man weiß, dass es einem richtig gut gefallen hat. Aber der Genrewechsel hat bei mir schon ganz oft Wunder gewirkt! :)
    Liebste Grüße,
    Ida

    1. „Flavia de Luce“ ist mir inzwischen schon so oft über den Weg gelaufen, ich glaube, da muss ich auch mal reinlesen! Der Tipp mit dem Hörbuch ist super – ich bin eigentlich nicht so die Hörbuch-Hörerin, aber in letzter Zeit haben es mir auch Podcasts angetan und irgendwie glaube ich, dass man gerade dann, wenn man nicht wirklich lesen mag, doch über’s Hören etwas „erreichen“ kann.
      Viele liebe Grüße
      Liesa

      1. Also meine Empfehlung für Flavia hast du! :)
        Mir ging es in letzter Zeit auch öfter mal so, dass ich bei einem bestimmten Buch einfach nicht weitergekommen bin und es mich nur noch genervt hat – und dann habe ich das dazugehörige Hörbuch gehört, und schon war ich wieder drin im Geschehen. :)

        Liebste Grüße,
        Ida

  2. Schön, wieder einen Lesemonat von dir zu lesen! :)
    „Lästige Liebe“ möchte ich mir auch demnächst näher anschauen – wahrscheinlich hole ich mir aber das Hörbuch, weil ich auch die anderen Bücher alle gehört habe.
    Mein letztes Highlight stammt auf dem Bereich Fantasy und war „Im Turm“. Ich kann es kaum erwarten, dass der nächste Teil erscheint.
    Was Leseflauten betrifft, da habe ich noch nicht DEN Weg für mich gefunden. Bei mir funktionieren Kurzgeschichten und Mangas ganz gut. Ansonsten schaue ich mir bei YouTube Videos von meinen liebsten Booktubern an, das motoviert mich immer total und belebt nach und nach meine Lust auf Bücher wieder.

    Viele Grüße
    Maren

    1. Die Hörbücher sollen ja auch unglaublich gut gelesen sein, mal sehen, wie es dir gefällt!
      Ich habe in letzter Zeit auch immer öfter Lust, wieder Fantasy zu lesen, das kam bei mir jetzt ja lange zu kurz. Ich merk mir die Reihe mal vor. :)
      Kurzgeschichten sind dafür auch super, das stimmt, merk ich mir für das nächste Lesetief. :D
      Ganz liebe Grüße
      Liesa

  3. Hallöchen,
    ich bin ja nicht so der Kurzgeschichten-Fan. Ehrlich gesagt, kann ich mit ihnen so absolut gar nichts anfangen. Aber „Die Wahrheit über das Lügen“ hat mich teilweise schon berührt und zum Nachdenken gebracht. Am aller meisten natürlich die Kurzgeschichte zu „Vom Ende der Einsamkeit“.
    Liebste Grüße, Kate

    1. Hej, Kurzgeschichten sind echt so ein Ding, aber inzwischen bin ich in der Regel doch sehr angetan, man muss halt nur die richtigen erwischen. Und „Die Wahrheit über das Lügen“ von Benedict Wells gehört auf jeden Fall dazu finde ich. :) Freut mich sehr, dass du sie auch mochtest – meine liebste war glaube ich „Das Franchise“, die ist mir echt krass in Erinnerung geblieben irgendwie.
      Viele liebe Grüße
      Liesa

      1. „The Franchise“ ist mir auch in Erinnerung geblieben, aber hauptsächlich, weil die Geschichte so lang war :D Am meisten mitgenommen hat mich tatsächlich die allererste Kurzgeschichte. Ich weiß den Titel leider nicht mehr, aber es ging um den Mann, der Wandern gegangen ist. Die fand ich irgendwie echt …. krass.
        Liebste Grüße

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