[Jahresrückblick] All (the Books) of 2018


2018 Reading Stats

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Als ich mir neulich meinen Jahresrückblick von 2017 ansah, war ich irgendwie etwas frustriert. Ich hatte viel mehr gelesen – im Vergleich zu diesem Jahr knapp 10.000 Seiten und 34 Bücher – und das mir das 2018 nicht auch gelungen ist, hat mir einen ziemlich großen Dämpfer verpasst. Natürlich hatte es seine Gründe und es ist auch völlig in Ordnung, dass Lebensumstände und der Alltag sich ändern, aber als ich schon relativ früh im Jahr realisiert habe, dass ich dieses Jahr nicht mal ansatzweise so viele Bücher lesen würde wie 2017, war ich eben schlicht und ergreifend frustriert. Anders als im letzten Jahr habe ich daher auch nicht wirklich aufgeschlüsselt, wieviel Prozent ich von welchem Genre gelesen habe, wieviele englischsprachige Bücher darunter waren und so weiter. Ich habe ziemlich viele Bücher abgebrochen (selbst hier habe ich keine genaue Zahl, aber es waren sicherlich so um die 10) und kein einziges Buch gerereadet (obwohl ich mir das seit 2015 schon vornehme). Warum ich dann trotzdem einen Jahresrückblick schreibe, ist dem Umstand der Kontinuität und des Mitteilungsbedürfnisses geschuldet nehme ich an, aber ich hoffe, ihr nehmt es mir auch nicht übel, dass ich eher zum Schwafeln hier bin, als mit grandiosen Fakten zu glänzen.

Best of Books

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Der Tradition zuliebe gibt es wie jedes Jahr die fünf Bücher, die mich 2018 am meisten berührt, bewegt, beeinflusst und begeistert haben. Es ist irgendwie jedesmal schwer, eine solche Auswahl zu treffen und viel zu oft blutet mir das Herz, weil großartige Bücher es nicht auf diese Liste schaffen. Insofern denke ich in letzter Zeit auch wirklich intensiv darüber nach, wie man Backlist-Titel wieder mehr in den Fokus rücken kann, wie man Bücher, die man schon vor Jahren gelesen und geliebt hat, nochmal ins Gespräch bringen kann, denn viel zu oft ist es ja leider wirklich so, dass die Titel einfach in der Masse an Novitäten untergehen.

Wie auch immer – meine fünf liebsten Bücher habe ich euch indirekt ja schon in meinen vier Posts mit den Adventsempfehlungen gezeigt und eigentlich habe ich auch schon zur Genüge erzählt, was genau ich an ihnen so gerne mag. Trotzdem vielleicht nochmal ein Satz zu jedem Buch: „Alias Grace“ von Margaret Atwood, weil es unglaublich faszinierend und fesselnd war und man sich nie sicher sein konnte, ob und was man der Erzählerin glauben soll. „Das weiße Schloss“ von Christian Dittloff, weil ich allein die Idee dahinter so groß und großartig fand und es mich seitdem einfach nicht mehr loslässt. „Loyalitäten“ von Delphine de Vigan, weil mich selten ein so dünnes Buch so mitgerissen und bewegt hat. „Sag den Wölfen, ich bin zu Hause“ von Carol Rifka Brunt, weil es die schönste und rührendste Familiengeschichte war, die ich gelesen habe, nur noch getoppt von „Ein einfaches Leben“ von Min Jin Lee, das über Generationen hinweg von den kulturellen Schwierigkeiten zwischen Koreanern und Japanern erzählte.

Der ein oder andere Fehlgriff war natürlich trotz alledem dabei – das gehört aber glaube ich dazu. Oft genug habe ich zwar auch Bücher schon rechtzeitig abgebrochen, aber ein paar Nulpen sind irgendwie dennoch durchgerutscht. „Die Maske“ von Fuminori Nakamura hatte ich mir irgendwie interessanter und faszinierender vorgestellt, „Leah on the Offbeat“ von Becky Albertalli hatte einfach mal null Inhalt und eine unglaublich unangenehme Protagonistin. „Die Geschichte des Wassers“ von Maja Lunde hat mich extrem enttäuscht, weil die Bienen so viel großartiger waren und bei „Und es schmilzt“ von Lize Spit hatte ich so unglaublich hohe Erwartungen, die einfach total im Keim erstickt wurden und das mich fast etwas traurig gemacht hat.

Was war auf dem Blog so los?

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Wie immer eigentlich – ein ständiges Auf und Ab an hochmotivierten und dann doch wieder eher stressigeren Phasen, aber meist blieb der Blog, gerade gegen Ende des Jahres, doch auf der Strecke. Das spiegelt sich natürlich auch in den Statistiken wider – im Vergleich zu 2017 hat mein Blog echt richtig abgekackt, aber das ist mir auch echt selbst zuzuschreiben, denn ich habe wie gesagt in der zweiten Hälfte des Jahres nicht mehr viel dafür getan. Erstaunlich ist daher auch nicht, dass viele ältere Beiträge wieder besonders häufig geklickt wurden – vor allem mein (Lieblings-)Beitrag Wie es wirklich ist, im Buchhandel zu arbeiten. Viele interessierte auch meine Mission, meinen Freund/Verlobten mehr zum Lesen zu animieren – zu den Ergebnissen wird es demnächst auch definitiv noch einen ausführlicheren Beitrag hier geben! Und auch meine Anleitung, wie man Lesen besser in den Alltag integriert kam gut bei euch an – dabei hab ich mich selbst viel zu selten daran gehalten.

Eure liebsten Rezensionen waren übrigens diese hier: Haruki Murakami – „Die Ermordung des Commendatore – Band 1: Eine Idee erscheint“ – Christian Dittloff – „Das weiße Schloss“ – Mareike Fallwickl – „Dunkelgrün fast schwarz“ – Lize Spit – „Und es schmilzt“

Für mich ist genau das immer sehr spannend zu beobachten – klar, ich lese, was ich will, aber trotzdem möchte ich ja auch Inhalte bieten, von denen auch ihr was habt und daher hilft es mir, zu wissen, welche Art von Büchern euch besonders interessiert.

Wie immer habe ich für das neue Jahr viele groooßartige Ideen und Projekte, umsetzen werde ich vermutlich nicht mal einen Bruchteil davon. Wie immer nehme ich mir auch vor, euch regelmäßig neue Inhalte zu liefern, denn ich merke ja selbst, wie gerne ich das Ganze auch nach all den Jahren noch mache und wie sehr ich mich über jeden Kommentar, jede Empfehlung eurerseits freue. Mal sehen was kommt und was ich irgendwie umsetzen kann – ich hoffe, ihr bleibt dabei!

Und privat…?

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2018 sind einige coole Dinge passiert, ich habe im Verlag gearbeitet, hatte meinen ersten Berufsschulblock auf dem mediacampus in Frankfurt – was wirklich eine einschneidende Erfahrung war – hatte einen Digital Detox in der Sächsischen Schweiz und war für fünf Wochen in München, um dort die schlimmste WG-Erfahrung meines Lebens zu haben (und nebenbei ein bisschen was über Buchhaltung zu lernen). Gegen Ende des Jahres wurde es etwas ruhiger bei mir und mich forderten andere Fragen heraus, die noch immer ziemlich orientierungslos im Raum herumstehen und nach einer passenden Antwort suchen. Aber das ist eine Aufgabe und Herausforderung für 2019, darum werde ich mich kümmern und bemühen und ich hoffe, dass sich irgendwie auch alles in Wohlgefallen auflösen wird.

Ich werde außerdem bald schon Tante – etwas, was ich noch gar nicht wirklich fassen kann und was ich vermutlich erst dann richtig begreife, wenn mein Neffe auf der Welt ist. Und dann auch noch die größte Hürde in diesem Jahr, die, die mich eigentlich schon seit letztem Jahr so sehr quält – wie beende ich die Ausbildung und was werde ich danach machen? Bisher kriege ich einfach nur einen dicken Klumpen im Bauch, wenn ich nur darüber nachdenke, aber mit Beginn des neuen Jahres rückt der Termin immer näher und wird ein vernünftiger Plan immer relevanter. Und, nicht zu vergessen, ich bin immer noch verlobt und würde gerne auch die Hochzeit beginnen zu planen. Ach ja, 2019 wird heftig glaube ich, aber auch schön, das hoffe ich zumindest. Ich lass es jedenfalls einfach auf mich zukommen, erfülle mir ein paar Träume und werde versuchen, mich so gut wie möglich zu wappnen. Wird schon!


Ich möchte mich bei euch allen für dieses Blog-Jahr bedanken, für all die Kommentare, Tipps, Likes und auch alles andere – ihr seid toll! Ich bin extrem gespannt, wie dieses Jahr wird und welche Überraschungen es bereithalten wird, ich werde euch ganz bestimmt die schönsten und wichtigsten berichten. Ich freue mich jedenfalls auf jeden, der mich weiterhin begleitet – wir lesen uns! 

 

2 Kommentare zu „[Jahresrückblick] All (the Books) of 2018

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  1. Also ich finde deine Statistik mit 54 gelesenen Büchern ziemlich gut! Ich hatte mir 40 Bücher vorgenommen und dann nur 35 geschafft, was mich schon etwas frustriert hat. :D
    Jedenfalls wünsche ich dir ein wunderbares Jahr 2019 und viel Erfolg für alles, was du dir vornimmst! <3

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