[Lieblingsdinge] September


Ganz ehrlich: Es fällt schwer, im September irgendetwas zu finden, das nicht zu einem Lieblingsding von mir auserkoren wird. Denn September ist gleich Herbst und Herbst ist gleich das Beste, was es auf dieser Welt gibt – meine kleine, bescheidene Meinung. Dennoch beschränke ich mich in diesem Beitrag auf die ganz besonders schönen Momente und Dinge, denn einen Roman über meine Herbstliebe möchte sicher niemand hier lesen. (Falls doch, setze ich mich gerne sofort an den Schreibtisch und schreibe einen dicken Wälzer darüber, wieso es nichts schöneres als September, Herbst, Regen und bunte Blätter gibt, I promise.)
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Der September ist ein super angenehmer Monat gewesen. Ich habe langsam das Gefühl, dass ich wirklich und tatsächlich im neuen Job angekommen bin – für mich immer noch absurd, dass sich nach meiner Ausbildung alles so gut gefügt hat ehrlich gesagt. Ich hatte mir wirklich die schlimmsten Horrorszenarien ausgemalt und auch wenn im Job nicht alles absolut perfekt ist, so arbeite ich in einem wirklich tollen Unternehmen, mit ganz großartigen Kollegen und spannenden Aufgaben. An meiner Work-Life-Balance muss ich ehrlicherweise noch etwas arbeiten, aber das ist vermutlich eh ein lebenslanger Prozess, den man nie so ganz im Griff haben wird.

Was ich aber merke: Dass ich dieses Jahr noch keinen richtigen Urlaub hatte. Irgendwie ist wahnsinnig viel passiert und wenn ich überlege, dass das Jahr noch in der Berufsschule begonnen hat und ich im Sommer gerade mal mit der Ausbildung fertig geworden bin, fühlt sich das alles an, als wäre es schon schrecklich lange her. Da konnten mich auch die drei Tage an der Ostsee im Juni nicht erden – da muss schon mal eine längere Auszeit her. Anfang Oktober habe ich zum Glück ein paar Tage frei und ratet mal, wo es Ende November hingeht – nach Paris natürlich! Wir fahren zum ersten Mal mit dem Zug hin und sind schon super gespannt, ob das alles gut klappt und wie es sein wird, im Herbst/frühen Winter in der schönsten Stadt der Welt unterwegs zu sein. Bis dahin müssen es erstmal Spaziergänge im Wald tun – auch schön und unglaublich wohltuend, auch nur für ein paar Stunden aus der Stadt rauszukommen und mal zur Abwechslung an nichts zu denken.

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Mein Freund und ich haben – was für uns eher ungewöhnlich ist – in letzter Zeit einige Filme gesehen. Eigentlich sind wir eher Typ Serie, das haben wir aber in letzter Zeit echt schleifen gelassen, denn wir haben einige angefangene Serien auf Netflix, für die wir uns irgendwie nicht so richtig begeistern können. Wir stecken zum Beispiel seit Monaten in der dritten Staffel „Stranger Things“ fest und haben einfach nicht die Muße, weiterzugucken und auch die achte Staffel „Modern Family“ ist seit Monaten angefangen und nicht beendet, weil die Dunphys irgendwie nicht mehr so witzig sind wie früher. Daher haben wir das gemacht, was uns das einzig sinnvolle erschien: Wir haben mal wieder damit angefangen, „Gilmore Girls“ zu rewatchen. Keine Ahnung, wie oft wir das eigentlich noch machen wollen und auch keine Ahnung, wie viele Dialoge ich inzwischen auswendig mitsprechen kann. Ich bin nach wie vor Team Jess, habe oftmals wenig Verständnis für Loreleis Entscheidungen und finde, das Rory ab Staffel 5 eine grässliche Charakterentwicklung hat. Aber irgendwie gibt die Serie auch so viele Wohlfühlmomente und ich liebe so viele der Figuren einfach abgöttisch, dass ich aus jedem Rewatch noch mehr für mich rausziehen kann.

Einer der Filme, der mich in letzter Zeit absolut begeistert hat (neben einem Rewatch von „Pride and Prejudice“) war „Crazy Rich Asians“. Ich hab das Buch echt super gern gemocht und auch wenn der Film eine ziemlich drastische Kürzung des Romaninhalts ist, hat er mir total gut gefallen, hatte eine wahnsinnig tolle Dynamik und ich hoffe hoffe sehr, dass mir die Folgebände (1) genauso gut gefallen werden und (2) die dann ebenfalls verfilmt werden. Ich kann’s nur empfehlen – der Film hat Humor, Drama, Liebe und die ein oder andere Intrige in sich und fühlt sich keine Minute zu lang an. Und die Hochzeitsszene war eine der mit Abstand schönsten, die ich jemals gesehen habe.

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Ich bin nach wie vor im Podcast-Fieber, höre aber zugegebenermaßen nur noch wenige neue Podcasts und bleibe immer beim Altbewährten. Neu entdeckt für mich habe ich  aber ZEIT Verbrechen. Hier werden alle zwei Wochen kuriose, abgründige Kriminalfälle besprochen, Hintergründe erläutert und vor allem auch unter moralischen Aspekten diskutiert. Ich muss zugeben – nicht jede Folge ist etwas für mich, manche kann ich von vornherein nicht einmal beginnen, manche muss ich mittendrin abbrechen, weil ich in der Hinsicht extrem sensibel bin und mich die Fälle nicht mehr loslassen und mir teilweise auch schlaflose Nächte bescheren. Oft bin ich aber auch richtig fasziniert von dem Aufrollen dieser Fälle. Am besten hört man diesen Podcast nicht alleine – finde ich – damit man sich hinterher darüber unterhalten kann und verschiedene Perspektiven diskutieren kann. Vorsicht: Kann aber auch zu Streit führen, weil Meinungsverschiedenheit (ich spreche aus Erfahrung).

Jedes Jahr im September findet in Berlin das internationale literaturfestival in Berlin statt – ich war aus Zeitgründen leider nur bei einer Veranstaltung, aber die war dafür absolut großartig. Chimamanda Ngozi Adichie sprach mit Zara Rahman nicht nur über ihr Buch „Americanah“, sondern auch über Politik, Gesellschaft, Rassismus und vieles mehr. Es war eine angenehme und entspannte Mischung aus ernsteren und weniger ernsten Themen, aus persönlicheren und unpersönlicheren Anekdoten und ich habe mich echt wunderbar unterhalten gefühlt und mir wieder mal gedacht, dass ich so etwas viel öfter machen müsste.

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Ansonsten laufe ich seit zwei Monaten mit rotem Haar herum. Für den ein oder anderen mag das gar nichts besonderes sein, für mich war das, gerade zu Beginn, schon ein Ding ehrlich gesagt, weil ich mich selbst nie mit rotem Haar gesehen habe. Dass es dazu kam, war der Tatsache geschuldet, dass mein dunkles Haar mir zu dunkel war und das Nachfärben auf Dauer wirklich mühsam, teuer und nervtötend war. Das Aufhellen stellte sich dann als schwieriger heraus als gedacht und statt mit blondem Haar hab ich den Salon mit roten Haaren verlassen. Aus Faulheit (und Geiz) habe ich seitdem nichts weiter unternommen und langsam arrangiere ich mich irgendwie mit der neuen, ungewohnten Farbe auf meinem Kopf. Mal sehen, ob und wann ich da nochmal rangehen werde, erstmal bleibt’s jetzt so. Passt ja irgendwie auch gut zum Herbst.

Ich habe zwar gar nicht sooo wenig gelesen in letzter Zeit, aber Bücher kamen trotzdem zu kurz. Vor allem mein Projekt weniger gehypte Bücher zu lesen, ist im Moment irgendwie am Pausieren, weil … Ich weiß ehrlich gesagt auch nicht, warum. Erstmal werde ich es auch nicht bewusst fortführen, jedenfalls nicht in dem Ausmaß, sondern eher in der Form, es auf ein Buch im Monat zu beschränken. Buchtipps bekommt ihr übrigens nach wie vor vor allem auf meinem Instagram Account – in dem Zuge würde mich aber mal interessieren: Würdet ihr gerne wieder mehr Buchcontent (sprich Rezensionen) auf dem Blog lesen oder reicht euch die verschlankte Instagram-Variante? Ich möchte den Blog hier unglaublich gerne wieder so richtig aufleben lassen, weiß aber nicht so richtig, welche Inhalte euch begeistern würden. Ich denke, es wird jetzt erstmal eine Phase des Probierens hier geben, um zu schauen, welche Themen und Formate ich hier zukünftig besprechen und teilen möchte. Bin selbst ganz gespannt, wo das hinführen mag und freue mich wie immer über Input und Feedback eurerseits!

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Herbst bedeutet für mich auch immer besonders viel Musik – vor allem Folk und Akustiksongs laufen bei mir rauf und runter. Eigentlich freue ich mich auch Jahr für Jahr immer sehr darauf, im Herbst wieder eine neue Herbst-Playlist zu machen, aber in diesem Jahr verzichte ich darauf, denn ich habe meine Playlist aus 2015 (!!!) wiedergefunden und finde die so schön und passend, dass ich den Herbst mit ihr an meiner Seite bestehen möchte. (Die aus 2018 ist aber auch immer noch sehr hörenswert wie ich finde und läuft im Hause Caulfield auf Dauerschleife.)

 


Was habt ihr den September über so getrieben, gehört, geschaut? Ich freue mich immer sehr über euren Input und Inspirationen von euch, vor allem auch in Bezug darauf, wie es hier eigentlich zukünftig weitergehen könnte.

Ein Kommentar zu „[Lieblingsdinge] September

  1. Hey :) ich bin genau wie du Urlaubsreif! Aber meiner steht schon in ein paar Tagen an. Hoffe, du kannst den Herbst trotzdem in vollen Zügen genießen. Coole Idee weniger gehypte Bücher zu lesen. Meine spontane Frage dazu wäre, wie kommst du dann auf die Buchtitel? Stöberst du einfach herum bis du was hört, was sich gut anhört oder wie machst du das? Ansonsten richtig schöner Rückblick. Macht Spaß das zu lesen 😍

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