[Leseziele] #2020


Im Internet kursieren schon wieder zahlreiche Challenges für das neue Jahr, scheinbar jede*r Leser*in ist eifrig dabei, sich Bücherstapel für 2020 zusammenzustellen oder andere Leseziele in diesem Jahr endlich erreichen zu wollen. Auch ich lasse es mir natürlich nicht nehmen, einige Lesepläne für dieses Jahr zu konkretisieren und aufzuschreiben – auch wenn das in der Vergangenheit nicht immer alles ganz so geklappt hat, wie ich es mir gewünscht habe. Bevor ich euch mit meinen Plänen für 2020 konfrontiere, werfe ich aber kurz nochmal einen Blick zurück, um zu schauen, was von meinen Zielen für 2019 ich überhaupt umgesetzt habe.

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Habe ich meine Ziele für 2019 erreicht?

Ich habe mir vorgenommen, 60 Bücher zu lesen. Das habe ich mit insgesamt 74 gelesenen Büchern auch geschafft.

Ich wollte eine neue Leseroutine entwickeln. Ehrlich gesagt bin ich nach der Hälfte des Jahres über diesen Punkt gestolpert und konnte nicht mehr so recht herausfinden, was ich damit überhaupt gemeint habe. Ich glaube, es ging mir darum, bewusst Zeiträume zu schaffen und mir das Lesen so schön wie möglich zu machen. Das ist ein Punkt, den ich so halb erfüllt habe – ich lese halt, wenn ich Lust darauf habe und schön mache ich es mir eigentlich eh immer dabei, mit Kuscheldecke, Kakao und Co.

Es war mir ein Ziel, öfter andere Formate zu wählen. Hörbücher und E-Books habe ich 2019 so gut wie gar nicht konsumiert. Dieser Vorsatz ist also voll in die Hose gegangen.

Ich habe mir vorgenommen, Rezensionsexemplare so gut es geht zu meiden. Ein Punkt, der mir ebenfalls so mittelmäßig gut gelungen ist. Ich habe 2019 auf jeden Fall sehr viel weniger Bücher bei den Verlagen angefragt, dafür habe ich aber umso öfter Bücher unaufgefordert zugeschickt bekommen. Ich glaube, ich habe hier ein gesundes Mittelmaß gefunden, bin aber bestrebt, alle noch offenen Rezensionsexemplare im ersten Quartal 2020 zu lesen und zu besprechen.

Mir war es wichtig, bewusster und seltener Bücher zu kaufen. Irgendwie denke ich immer, ich bin an dieser Stelle auf einem guten Weg, aber trotzdem finden Jahr für Jahr viel zu viele neue Bücher ihren Weg in mein Regal. 2019 habe ich das leider nicht einmal dokumentiert. Ich werde mich dieses Jahr nicht darauf konzentrieren, weniger zu kaufen, aber in jedem Fall möchte ich einen Überblick darüber bewahren.

Ich wollte regelmäßiger bloggen. Nope. Girl, you failed. Obviously.

Goodreads sollte wieder häufiger von mir genutzt werden. Das ist ein Punkt, den ich meines Empfindens nach eigentlich schon mehr oder weniger umgesetzt habe. Es ist noch Luft nach oben, aber ich habe fast immer zumindest eine kurze Review veröffentlicht.

Ich habe es mir zum Ziel gemacht, wenigstens zwei Bücher zu rereaden. Das ist mir glücklicherweise gelungen – ich habe eines meiner liebsten Bücher, „The Catcher in the Rye“, nochmal gelesen und „Harry Potter und der Feuerkelch“ endlich ebenfalls mal wieder gelesen.

Ich habe mir vorgenommen, mehr Nonfiction zu lesen. Und festgestellt, dass es eine konkrete Zahl braucht, um dieses „mehr“ zu definieren. Ich hätte 2019 ruhig öfter zu Sachbüchern oder Memoiren greifen können.

Was sind die Pläne für 2020?

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Viele meiner Ziele für 2019 waren sehr schwammig und ich kann nicht genau sagen, ob ich sie nun eigentlich erreicht habe oder nicht. Für 2020 habe ich daher mit konkreteren Zahlen gearbeitet, um auch wirklich (Miss-)Erfolge messen zu können. Vorgenommen habe ich mir folgendes:

Insgesamt möchte ich in diesem Jahr 75 Bücher lesen. Das ist ein sehr sportliches Ziel, aber mir macht die Herausforderung Spaß und ich will den Nervenkitzel erleben, dieses Ziel vielleicht nur knapp oder gar nicht erreichen zu können. Ich liebe die Möglichkeit, mich damit absolut herauszufordern und halte dieses Jahr nichts davon, mir ein Ziel zu setzen, von dem ich jetzt schon weiß, dass ich es auf jeden Fall erreichen will. Wetten können abgegeben werden, ob mir das mit den 75 Büchern gelingt oder nicht.

Davon sollen mindestens 6 Bücher Kurzgeschichtenbände sein. Was mir 2019 aufgefallen ist, ist, dass ich nur einen einzigen Kurzgeschichtenband (dafür aber immerhin einen sehr guten) gelesen habe. In Anbetracht der ungelesenen Bände in meinem Regal und der Tatsache, dass mir das Lesen von Kurzgeschichten sehr viel gibt, sollte das ein Ziel sein, das mir nicht schwerfallen sollte.

Ich möchte mindestens 12 Bücher lesen, die Sachbuch/Memoir sind.

Ich nehme mir vor, aus meiner Comfort Zone auszubrechen und neue Genres auszuprobieren, allen voran Krimi/Thriller. Den Start habe ich bereits gemacht und „Die Wälder“ von Melanie Raabe gelesen, das mich zwar leider nicht ganz so aus den Socken gehauen hat wie erhofft, aber trotzdem eine Neugierde geweckt hat, die ich mit einer umfangreichen medimops-Bestellung gestillt habe (a pro pos: Bookhauls – ist das noch ein Ding?). Ich freue mich richtig darauf, mal ein komplett neues Genre auszuprobieren und nehme Tipps gerne entgegen!

Ich habe mir das Ziel gesetzt, mindestens 6 (Modern) Classics zu lesen. Auch das ist etwas, das 2019 stiefmütterlichst vernachlässigt wurde und ich kann gar nicht sagen warum. Ich habe Lust auf so „richtige“ Klassiker á la Jane Austen, würde es aber auch richtig gut finden, mal wieder einen „modernen“ Klassiker von Shirley Jackson in die Hand zu nehmen.

Bereits vor ein paar Jahren hatte ich es mal ausprobiert, bin aber kläglich gescheitert – in einem Jahr alle Bücher eines Autors zu lesen. Dieses Jahr will ich mich aber nochmal daran versuchen, ich will alle Bücher von Roxane Gay lesen. Das geht auch ein bisschen Hand in Hand mit meinem Wunsch, mehr Nonfiction zu lesen und ich bin gespannt, ob das so klappt, wie ich es mir vorstelle.

Zu guter Letzt habe ich mir keinen Stapel von zehn oder zwanzig Büchern zusammengestellt, die in 2020 gelesen werden sollen, ich habe mir aber drei Autorinnen rausgesucht, von denen ich jeweils mindestens 2 Bücher lesen möchte – Margaret Atwood, Daphne Du Maurier und Donna Tartt. Von diesen Frauen habe ich schon mindestens ein Buch gelesen und ich würde nur zu gerne noch mehr ihrer klugen und atmosphärischen Geschichten zu meinen gelesenen Büchern zählen.


Das sind sie, meine Leseziele für 2020. Habt ihr euch auch Dinge vorgenommen, die ihr lesetechnisch umsetzen wollt? Und wieviele Bücher wollt ihr in diesem Jahr lesen? Habt ihr schon einige Bücher anvisiert, die ihr dieses Jahr auf jeden Fall lesen wollt?

2 Kommentare zu „[Leseziele] #2020

  1. Ich habe mir für dieses Jahr 52 Bücher vorgenommen, einfach für jede Woche des Jahres eins ;) Da ich meinen SuB nacheinander „ablese“, sind die Bücher so ein bisschen vorbestimmt (Der SuB ist natürlich größer als 52…)

  2. Hallöchen,
    das sind wirklich ambitionierte Ziele! Weil ich das beim Lesen meist nicht einhalte, sind meine einzigen Ziele 40 Bücher und die #20für2020-Challenge. Mal schauen, ob ich die schaffe.

    Zu Thriller-Empfehlungen: Da kommt es ja immer darauf an, was du so magst. Wenn du einen Wissenschaftsthriller zum Gruseln und Ekeln willst, kann ich dir „Die Brut“ empfehlen. Es geht darum, dass die Erde auf einmal von fleischfressenden Spinnen heimgesucht wird. Für mich als Spinnen-Phobikerin war es echt eklig und gruselig, aber auch verdammt spannend!
    Wenn ein Kommissar dabei sein soll, kann ich die Thriller von Daniel Cole und Marc Raabe empfehlen. Gehen in eine ähnliche Richtung und sind super, super spannend! (Wobei ich Marc Raabe sogar noch einen Ticken besser finde).
    Mein absolutes Thriller-Highlight 2019 war „Liebes Kind“ von Romy Hausmann.

    Von Margaret Atwood würde ich auch gerne nochmal etwas lesen. Ich finde ihren Stil total interessant.
    Ich wünsche dir ganz viel Erfolg bei deinen buchigen Vorsätzen!
    Liebste Grüße, Kate

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